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Geschichte und Architektur von Faaborg

Als Hans Christian Andersen Faaborg im August 1830 zum ersten Mal besuchte, sah die Stadt bereits so aus, wie sie heute in weiten Teilen noch erhalten ist. Entdecken Sie historische Bauwerke und die mittelalterliche Wahrzeichen einer der charmantesten Marktstädte Dänemarks.

Det historiske Faaborg | Købstaden set fra vandsiden | VisitFaaborg
Foto: Faaborg Kulturhistoriske Arkiv

Faaborg zwischen Hügeln und Inselmeer

Die Landschaft rund um Faaborg wurde vor mehr als 10.000 Jahren während der letzten Eiszeit geformt. Die Hügel nördlich der Stadt und das südfünische Inselmeer prägen noch heute das Gebiet.

Im Laufe der Jahrhunderte haben Menschen Wälder gerodet, Küstenlinien verändert und Felder angelegt. Dennoch lassen sich viele Aussichtspunkte aus historischen Zeichnungen noch immer wiedererkennen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von den Sundbakkerne-Hügeln auf Faaborg und die Inselwelt des Südfünischen Inselmeers.

Der markante Glockenturm (Klokketårnet) gehörte ursprünglich zur St.-Nikolai-Kirche, die nach der Reformation im Jahr 1536 abgerissen wurde. Der Turm blieb erhalten, weil er den Seeleuten als Orientierungspunkt diente. Heute prägt er weiterhin das Stadtbild und wird auch bei kirchlichen Zeremonien der Heiliggeistkirche genutzt.

Historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten

Die Geschichte Faaborgs befindet sich nicht nur in Museen. Sie prägt noch immer die Straßen, Plätze und historischen Viertel der Stadt.

Zu den wichtigsten Wahrzeichen gehört der Glockenturm, das älteste erhaltene Symbol Faaborgs. Etwas außerhalb des Zentrums befindet sich die Kaleko-Mühle, eine der am besten erhaltenen Wassermühlen Dänemarks. Im Sommer kann sie besichtigt werden. Bekannt wurde sie außerdem als Drehort der beliebten dänischen Fernsehserie Nissebanden.

Das Alte Rathaus

Am Marktplatz liegt das Alte Rathaus, das heute sowohl die Touristeninformation als auch das ehemalige Stadtgefängnis beherbergt. Besucher können die originalen Gefängniszellen besichtigen und spannende Einblicke in das frühere Leben hinter Gittern erhalten.

Kunst und Denkmäler

Überall in Faaborg begegnen Besucher Skulpturen und Monumenten, die von der Geschichte der Stadt erzählen.

Besonders bekannt ist der Ymerbrunnen (Ymerbrønden), der ursprünglich vom Bildhauer Kai Nielsen aus Sandstein geschaffen wurde. Das Original befindet sich heute im Faaborg Museum. Die Bronzekopie auf dem Marktplatz ist seit 1964 eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Ein mittelalterliches Stadttor

Das Vesterport-Tor ist der letzte erhaltene Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Faaborg. Es gehört zu lediglich zwei mittelalterlichen Stadttoren in Dänemark, die bis heute befahrbar sind.

Über Jahrhunderte hinweg markierte es die Grenze zwischen Stadt und Land. Hier wurden Waren kontrolliert und Zölle erhoben, bevor Händler ihre Produkte auf dem Markt verkaufen durften.

Megalithgräber und vorgeschichtliche Monumente

Die Geschichte der Region reicht weit über das Mittelalter hinaus. In der Umgebung von Faaborg finden sich Dolmen, Hügelgräber, Ganggräber und Kirchenruinen aus verschiedenen Epochen.

Besonders bemerkenswert ist der Pipstorn-Wald. Dort befindet sich eine rund 4.000 Jahre alte Begräbnislandschaft mit einer der größten Ansammlungen vorgeschichtlicher Monumente auf der Insel Fünen.

Schlösser und Herrenhäuser rund um Faaborg

Rund um Faaborg liegen mehrere bedeutende Schlösser und Herrenhäuser.

Das weltberühmte Schloss Egeskov begeistert mit prachtvollen Gärten, historischen Innenräumen und familienfreundlichen Attraktionen. Nicht weit entfernt lädt der Schlosspark Holstenshuus zu Spaziergängen durch weitläufige Natur und historische Parkanlagen ein.

Wer besonders stilvoll übernachten möchte, kann saisonal Zimmer im Schloss Hvedholm buchen. Das historische Schloss diente außerdem als Kulisse für die dänische Fernsehproduktion Forræder.

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Egeskov holder vinteråbent | Egeskov Slot på Midtfyn | VisitFaaborg

Schlösser und Herrenhäuser im Gegend

Foto: Egeskov

Hans Christian Andersen und Riborg Voigt

Einer überlieferten Geschichte zufolge war Riborg Voigt aus Faaborg die große Liebe von Hans Christian Andersen.

Das Wohnhaus der Kaufmannsfamilie Voigt existiert heute nicht mehr. Teile der ehemaligen Handelsgebäude sind jedoch bis heute erhalten.

Am 6. August 1830 wohnte Andersen in der damaligen Herberge Gjæstgivergaarden in Faaborg. Von dort aus unternahm er gemeinsam mit Riborg Voigt und anderen jungen Einwohnern einen Bootsausflug nach Dyreborg, einem kleinen Fischerdorf westlich von Faaborg.

Während dieses Ausflugs pflückte Andersen in einem Wald bei Dyreborg einen Blumenstrauß für Riborg Voigt. Sie bewahrte ihn ihr ganzes Leben lang auf. Heute kann der Strauß im Hans-Christian-Andersen-Haus in Odense besichtigt werden.